Eine Gewährleistungsmarke dient nicht der Unterscheidung eines Unternehmens von seinen Wettbewerbern, sondern garantiert bestimmte Qualitätsmerkmale von Waren oder Dienstleistungen. Beispiele sind das Fairtrade-Siegel, das Produzenten faire Handelsbedingungen garantiert, oder das TÜV-Zeichen, das Sicherheits- und Qualitätsprüfungen durch den TÜV bestätigt. Auch der Blaue Engel, der für umweltfreundliche Produkte steht, gehört zu den bekannten Gewährleistungsmarken.
In China gibt es vergleichbare Zertifizierungen, die ähnliche Funktionen erfüllen. Dort sind besonders zwei Zertifikate verbreitet: Zhonghua Laozihao und die CQC-Zertifizierung. Zhonghua Laozihao ist eine Auszeichnung des chinesischen Handelsministeriums für Unternehmen mit einer langen Tradition, deren Produkte oder Dienstleistungen über Generationen hinweg Anerkennung genießen. Die CQC-Zertifizierung hingegen wird vom China Quality Certification Center vergeben und bestätigt die Konformität mit chinesischen Standards in den Bereichen Sicherheit, Umweltfreundlichkeit, Qualität und Leistungsfähigkeit. Beide Zertifikate dienen als Qualitäts- und Herkunftsnachweise, sind jedoch keine formellen Markenregistrierungen.
Deutsche Unternehmen können in China Gewährleistungsmarken eintragen lassen. Internationale Zertifizierungsmarken wie das Fairtrade-Siegel oder das FSC-Zertifikat für nachhaltige Forstwirtschaft sind bereits auf dem chinesischen Markt etabliert. Für die Anmeldung müssen alle Unterlagen in chinesischer Sprache eingereicht werden, und die Marke wird erst nach einer Prüfung durch die China National Intellectual Property Administration (CNIPA) und einer Widerspruchsfrist registriert. Die Schutzdauer beträgt zehn Jahre und kann verlängert werden. Für deutsche Unternehmen kann die Registrierung einer Gewährleistungsmarke eine wirksame Strategie sein, um in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das Vertrauen chinesischer Verbraucher zu gewinnen und den Markterfolg zu sichern.
Quelle: Zhonghua Laozihao, CQC, CNIPA
