Striktere Online-Werberegulierungen in China

Die State Administration of Industry and Commerce (SAIC) kündigt neue Online-Werbebestimmungen an, welche ab 1. September 2016 in Kraft treten sollen.

Es handelt sich hierbei um die Reaktion auf einen skandalösen Fall, der sich zu Jahresbeginn ereignete: Ein krebskranker chinesischer Student namens Wei Ze Xi wurde auf eine bezahlte Werbeanzeige auf einer Internet-Suchmaschine aufmerksam. Darin versprach ein Krankenhaus eine effektive Krebsbekämpfungs­therapie für 30.000US$. Nach der Durchführung stellte sich heraus, dass die Therapie wirkungslos ist. Wei verstarb daraufhin kurze Zeit später.

Laut den neuen Regulierungen dürfen bezahlte Suchmaschinenanzeigen nicht irreführend sein und weder verschreibungspflichtigen Medikamente noch Tabakprodukte bewerben. Außerdem benötigen Anzeigen für medizinische Dienstleistungen, Medikamente, medizinische Geräte, Veterinärmedizin, Pestizide und Gesundheitsprodukte eine Zulassung bei der entsprechenden Behörde. Zusätzlich muss die Werbung mit einem Klick geschlossen werden können und darf das Nutzererlebnis nicht beeinträchtigen. Laut der neuen Verordnung müssen zudem die Anbieter von Suchmaschinen interne Systeme einrichten, mit denen unter anderem Auftraggeber identifiziert und deren Daten und Anzeigen gespeichert werden können.

Die neuen Regeln haben somit nicht nur auf Suchmaschinenanbieter Einfluss, sondern wirken sich auch auf alle anderen Online-Werbegeschäfte und deren Kunden aus.

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