LeEco gründet Unternehmen für E-Mobilität in den USA und wildert bei Apple

China prescht im Bereich Elektromobilität vor und strebt weiterhin nach der Weltspitze. Dabei wird nicht mal davor zurückgeschreckt, führende Köpfe von Apple oder anderen Tech-Firmen oder Autobauern zu rekrutieren.

Das chinesische Unternehmen LeEco (Leshi Internet Information and Technology) ist bereits 2014 in den amerikanischen Markt vorgedrungen und hat dort die Gesellschaft Faraday Future gegründet. Faraday Future ist auf die Entwicklung von intelligenten elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln fokussiert. Laut Planung soll die Anzahl der Mitarbeiter im Silicon Valley auf 800 Personen erhöht werden, wovon sich 100 Mitarbeiter mit der Entwicklung von Fahrzeug-Informationssystemen beschäftigen sollen.

Bereits im September hat Bart Nabbe, Spezialist für Navigationssysteme und selbstfahrende Autos, von Apple zu Faraday Future gewechselt. Vorher hat er im Zeitraum von September 2014 bis Juli 2016 hauptsächlich an einem „speziellen Projekt“ gearbeitet. Vermutlich handelt es sich dabei um „Project Titan“, Apples selbstfahrendes Auto. Weiterhin sollen auch ehemalige Mitarbeiter von Tesla, GM, Ferrari, Lamborghini, BMW, Audi, Apple, SpaceX und Hulu zum chinesisch-amerikanischen Startup gewechselt sein.

Seit der Vorstellung des ersten spektakulären Concept-Cars „FFZERO1” auf der CES in Januar 2016, hat sich Faraday Future schnell weiterentwickelt. Die Firma baut gerade ihr erstes Werk in Nevada, eine zweite Fabrik in San Francisco ist bereits in Planung. Im März kündigte Faraday Future die Entwicklung von autonomen, elektrisch betriebenen Autos an, legte jedoch keine weiteren Informationen offen. Unklar bleibt weiterhin, wann Faraday Future mit der Massenproduktion von Elektrofahrzeugen beginnen wird.

Zweifelsohne lässt sich jedoch erkennen, welch großen Stellenwert das Thema Elektromobilität in China hat und zu welchen Mitteln Politik und Unternehmen greifen, um in diesem Bereich die internationale Führungsrolle zu übernehmen. Zuletzt erst machte die Regierung in Peking mit dem Vorhaben Schlagzeilen, eine verpflichtende Quote von Elektrofahrzeugen im Portfolio ausländischer Autohersteller festzuschreiben.

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